Lebkuchen die Geschichte schreiben: 80 Jahre Tradition

Um das Jahr 1300 lag Nürnberg als freie Reichsstadt im Zentrum europäischer Gewürzhandelsstraßen und hatte damals bereits über 20.000 Einwohner. Der erhobene Wegzoll wurde von den Händlern oft direkt in Gewürzen an die Nürnberger gezahlt. In den riesigen Reichswäldern um die Stadt gab es mehr Imkereien als irgendwo anders.
Nürnberg galt als des "Kaisers und des Reiches Bienenkorb".

Findige Bäcker ersannen aus diesen - damals seltenen und kostbaren Zutaten - ein spezielles Gebäck und schufen einen neuen Berufsstand:Den Lebküchner.

Die Ausbildung war schwer und dauerte lange. Seit 1395 wurde sie von spezialisierten Bäckern ausgeübt, erst 1643 wurde das Backen von Lebkuchen als eigenständiges Gewerbe angesehen. Damals existierten in Nürnberg 14 Lebkuchenhäuser mit vielen Bestimmungen.Ein angehender Lebküchner musste nach vier Lehrjahren fünf bis sechs Gesellenjahre, davon zwei auf "Wanderschaft" absolvieren. Nach der Rückkehr und weiteren drei "Mutjahren" konnte man versuchen Meister zu werden.

Eifersüchtig wachte jeder über mögliche Konkurrenz, was sogar bis zum berühmten "Pfefferkuchenkrieg" ausartete als die freie Reichsstadt Nürnberg 1806 an den Freistaat Bayern überging. Die bayrischen Zuckerbäcker versuchten den Lebküchnern die Herstellung von Lebkuchen mit Zuckerguss zu verbieten, erst durch eine Bittschrift der Lebküchner an König Maximilian I. bekamen die Lebküchnern wieder die Freiheit weiterhin alle Arten von Lebkuchen herstellen zu dürfen.

Bereits damals gab es schon die verschiedensten Sorten von Lebkuchen: Schwere dunkle Honigkuchen, zarte "Weiße" mit Mandeln belegt oder reine Haselnußlebkuchen.

Übrigens, Lebkuchen gab es das ganze Jahr. Die erste urkundliche Erwähnung eines Lebküchners stammt aus dem Jahr 1395.Seit 1927 ist der Begriff "Nürnberger Lebkuchen" markenrechtlich geschützt, seit 1996 steht auch die geografische Herkunft unter dem Markenschutz.  Nur ein nach bestimmten Regeln und innerhalb des Nürnberger Stadtgebietes hergestellter Lebkuchen darf als "Nürnberger Lebkuchen" bezeichnet werden.

Der Sage nach soll 1720 die Tochter eines Lebküchners auf den Tod erkrankt sein. Der verzweifelte Vater buk für sie einen besonderen Lebkuchen, nur aus reinen Haselnüssen, Bienenhonig und den besten Gewürzen. Nach dessen Genuß wurde das Kind wieder gesund. Die Tochter hieß Elisabeth, der Lebkuchen wurde weltbekannt unter dem Namen: der Elisen

Wir, die Lebküchnerei Düll, sehen uns dieser langen Tradition verpflichtet. Seit 1934 Jahren fertigen wir die echten "Nürnberger Elisenlebkuchen" nach einem alten, geheimen Familienrezept. Durch die Verwendung nur der besten Zutaten und den Verzicht auf jegliche Chemie haben wir uns eine Qualität erhalten, auf die wir natürlich sehr stolz sind.

Sei jeher stellen wir jeden einzelnen Lebkuchen frisch nach Eingang Ihrer Bestellung noch wie vor Jahrhunderten ausschließlich mit der Hand her.


Als erste Premisse gilt die handwerkliche Herstellung, d.h. jeder Lebkuchen wird von Hand "aufgestrichen". Es werden nur die besten und qualitativ hochwertigsten Zutaten verwendet. Die benötigten Nüsse werden täglich selbst frisch geröstet. Auf jegliche Zuhilfenahme von Chemie wird selbstverständlich verzichtet.

Die verwendeten Gewürze werden individuell nach einem alten Familienrezept aus dem 19. Jahrhundert von eigener Hand gemischt. Das Rezept, bereits in der 3. Generation in der Familie, wird als Original-Rezept streng gehütet.

So erst werden aus unseren Bemühungen die "Echten Nürnberger Lebkuchen" - Feinschmecker-Spezialitäten, wie sie nirgendwo anders zu finden sind.

Ihr Holger Düll, Lebküchner
 

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